Update vom 28. Februar: Der Gewinner ist Ronald Seeger! Ergebnisse hier.
Als ehemalige Rathenowerin verfolge ich mit großem Interesse den aktuellen Wahlkampf der beiden Bürgermeisterkandidaten. Die Wahl soll am 28. Februar stattfinden und Meinungen, Meldungen, Kritiken und Fotos der beiden nun Kontrahenten Seeger und Lemle bei diversen Einsätzen und Besuchen aller möglicher Einrichtungen bestimmen die Medienlandschaft. Das ist doch Wahlkampf wie man ihn sich wünscht. Wenn es nicht so ernst wäre, wäre ich glatt amüsiert.
Früher war ich ein Kind des Ostens, Junger Pionier und überzeugter (?) FDJ-ler. Doch man hätte schon blind und taub sein müssen, um all die Unstimmigkeiten und Merkwürdigkeiten der DDR-Politik nicht auch als Kind und Jugendlicher zu durchschauen oder zu spüren. Manche Dinge waren so subtil, dass man sie nicht benennen konnte, aber diese Dinge lösten Unbehagen aus. Trotzdem ist mir persönlich heute noch die linke Politik näher als andere Richtungen, ohne mit bestimmten Parteien-eher noch Personen zu liebäugeln. Immer wieder fällt mir auch auf, dass ich nicht mal weiß, welcher Amtsinhaber welcher Partei angehört. Und ich denke, so geht es vielen-es werden Sympathien verteilt. Eingesessene Rathenower wissen schon, wer wohin gehört-aber ich könnte Wetten abschließen, dass Umfragen auf der Strasse, welcher Partei welche Person des Rathauses angehört, richtig peinlich werden könnten.
Dank der derzeitigen Presse lichtet sich ja das Dunkel. Ronald Seeger, derzeitiger Amtsinhaber, ist Kandidat der CDU und hinter Hans-Jürgen Lemle steht die Wählergemeinschaft Pro Rathenow und ein Parteienbündnis (wenn ich das richtig überblicke, sind das alle anderen Parteien-also FDP, SPD und Linke). So fliegen in Stellungnahmen und Gegendarstellungen jetzt schön die Fetzen (altes wird aufgearbeitet, richtiggestellt usw.)-man kann natürlich nur hoffen, dass dies alles im Dienste der Bürger passiert und man kann nur hoffen, dass wirtschaftliche Belange zwar eine Rolle spielen, aber sich nicht zugunsten der einen oder anderen Seite weiterentwickeln. Aber was weiß ich schon. Und wählen kann ich sowieso nicht-oder Gott sei dank? Ich denke, dass die Sympathien der Rathenower bei Ronald Seeger liegen. Doch ist Hans-Jürgen Lemles Vision genau die, die Rathenow vielleicht braucht. Veränderungen tun weh-ausgelatschte Wege und Pfade müssen vielleicht auch mal verlassen werden. Oder wäre ein dritter Kandidat gar die Lösung gewesen?
Ich bin tatsächlich auf den Ausgang der Wahl gespannt. Hier gibt es noch die Profile von Ronald Seeger und Hans-Jürgen Lemle. Ganz unparteiisch möchte ich anmerken, dass ich das Wahlplakat von Ronald Seeger überhaupt nicht gelungen finde. Es drückt wenig Dynamik aus, kurz-es ist echt langweilig. Genau wie das des Gegenkandidaten. Tja, man geht auf Nummer sicher-Kreativität könnte nach hinten losgehen-gut schauen wir uns lieber die Wahlkampfziele an… Fröhliches Wählen Rathenow.
admin schrieb am 18. Februar 2010 @ 13:21
Sehr interessant und so ziemlich meine Einschätzung:
http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11733337/61759/Schueler-befragten-die-beiden-Bewerber-Kandidaten-im-Kreuzverhoer.html
LG Kaddi